Rekord auf dem Balmberg
Die Skiliftbetreiber der Region sind hoch zufrieden: Sie blicken auf eine rekordverdächtige Saison zurück. Mit Skifahren über Ostern wird dennoch nichts: Die Sonne räumt den Schnee gnadenlos weg.

Im Winter 04/05 zählte der Balmberg 60
Skitage - doppelt so viele als üblich.
/ Isabel Mäder
Skitage - doppelt so viele als üblich.
/ Isabel Mäder
Solothurner Tagblatt vom 18.3.2005
Bei Sonnenschein und Temperaturen über 15 Grad schmilzt die Schneedecke um fünf bis zehn Zentimeter pro Tag, in Föhngebieten gar um bis zu 20 Zentimeter. Meteo Schweiz rechnet damit, dass die Jurahänge bis Ostern schneefrei sind. Nur an schattigen Stellen dürfte die weisse Pracht etwas länger liegen bleiben.
Aussergewöhnlich gut besucht war das Nachtskifahren auf dem Balmberg. Um den Ansturm zu bewältigen, standen 30 bis 35 Helfer im Einsatz, alle teilzeitlich zwar, «mit aussergewöhnlich langen Einsatzzeiten», betont Sterki. Lediglich das neue Angebot, die Vermietung von so genannten Air- boards (mit Luft gefüllte Schlitten), sei zu Beginn etwas wenig genutzt worden. Als diese neue Trendsportart aber bekannter geworden sei, habe auch hier die Nachfrage deutlich zugenommen. «Im nächsten Jahr werden wir sie sicher wieder anbieten», sagt Sterki über die Geräte, mit denen «atemberaubende Abfahrten und ein unglaubliches Fahrgefühl» möglich seien.
Nur traurig über den verpassten Rekord aus dem Jahre 2003 ist Rothenbühler aber nicht. «Die Parkplatzprobleme in Oberdorf sind noch nicht gelöst», sagt er. Dank den Parkplätzen bei der Migros in Langendorf und dem Busdienst zur Talstation habe die Situation etwas entschärft werden können, dennoch sei man an Grenzen gestossen. Und auch die Kapazität beim Sessellift sei mit etwa 400 Personen pro Stunde «am Limit»; eine gute Stunde habe man warten müssen, um auf den «Solothurner Hausberg» zu kommen.
Für die Zukunft des Skilifts auf dem Grenchenberg müsse man sich etwas einfallen lassen, sagt Fluri. Die Zufahrt müsse nach einem Unfall mit dem Bus überdacht werden; für seine Nachfolge müsse ein neuer Betriebsleiter gesucht werden; nach den Sportferien laufe zudem einfach zu wenig. In den nächsten Tagen will die Skilift AG ihre Zukunft planen.
Bei Sonnenschein und Temperaturen über 15 Grad schmilzt die Schneedecke um fünf bis zehn Zentimeter pro Tag, in Föhngebieten gar um bis zu 20 Zentimeter. Meteo Schweiz rechnet damit, dass die Jurahänge bis Ostern schneefrei sind. Nur an schattigen Stellen dürfte die weisse Pracht etwas länger liegen bleiben.
Balmberg mit Rekord
Das kümmert die Skiliftbetreiber auf der ersten Jurakette wenig, denn sie alle sind hoch zufrieden: Noch selten hatten sie eine derart gute Wintersaison. Der Balmberg als grösstes Skigebiet vermeldet gar einen Rekord. «Ich kann mich nicht erinnern, die Skilifte jemals so lange in Betrieb gehalten zu haben», sagt Guido Sterki von der Skiliftgesellschaft. Auf dem Balmberg wird mit 20 bis 30 Tagen gerechnet, an denen die vier Lifte laufen. «Die Tage zwischen Weihnacht und Neujahr eingerechnet dürften es in diesem Jahr um die 60 Tage sein.»Aussergewöhnlich gut besucht war das Nachtskifahren auf dem Balmberg. Um den Ansturm zu bewältigen, standen 30 bis 35 Helfer im Einsatz, alle teilzeitlich zwar, «mit aussergewöhnlich langen Einsatzzeiten», betont Sterki. Lediglich das neue Angebot, die Vermietung von so genannten Air- boards (mit Luft gefüllte Schlitten), sei zu Beginn etwas wenig genutzt worden. Als diese neue Trendsportart aber bekannter geworden sei, habe auch hier die Nachfrage deutlich zugenommen. «Im nächsten Jahr werden wir sie sicher wieder anbieten», sagt Sterki über die Geräte, mit denen «atemberaubende Abfahrten und ein unglaubliches Fahrgefühl» möglich seien.
Wartezeiten am Hausberg
Zufrieden mit der Saison ist auch die Seilbahn Weissenstein AG. Hans Rothenbühler hat für die Sesselbahn die Frequenzen ausgerechnet: «An Spitzentagen haben wir jeweils gegen 2500 Bergfahrten verzeichnet.» Damit habe man den Rekord vom Februar 2003 zwar nicht ganz erreicht – damals waren es über 3300 –, die aussergewöhnlich lange anhaltende Schneedecke auf der Schlittelbahn entlang der Weissensteinstrasse habe aber ein sehr gutes Gesamtergebnis gebracht.Nur traurig über den verpassten Rekord aus dem Jahre 2003 ist Rothenbühler aber nicht. «Die Parkplatzprobleme in Oberdorf sind noch nicht gelöst», sagt er. Dank den Parkplätzen bei der Migros in Langendorf und dem Busdienst zur Talstation habe die Situation etwas entschärft werden können, dennoch sei man an Grenzen gestossen. Und auch die Kapazität beim Sessellift sei mit etwa 400 Personen pro Stunde «am Limit»; eine gute Stunde habe man warten müssen, um auf den «Solothurner Hausberg» zu kommen.
Angebot überdenken
Bereits seit dem 10. März eingestellt ist der Skilift auf dem Grenchenberg. «Wir hatten zwar noch ausgezeichnete Schnee- und Pistenverhältnisse, aber die Leute kamen nicht mehr», bedauert Ronald Fluri von der dortigen Skilift AG. Der Grenchenberg werde als Skigebiet etwas «stiefmütterlich» behandelt, obwohl die Bedingungen sehr gut seien. Fluri vermutet, dass das zum einen damit zu tun habe, dass der Skilift nur am Mittwoch, Samstag und Sonntag offen sei. Zum anderen spiele die Einbahnregel auf den Berg eine Rolle. «Früher liefen wir noch zu Fuss auf den Berg; aber das ist wohl vorbei.»Für die Zukunft des Skilifts auf dem Grenchenberg müsse man sich etwas einfallen lassen, sagt Fluri. Die Zufahrt müsse nach einem Unfall mit dem Bus überdacht werden; für seine Nachfolge müsse ein neuer Betriebsleiter gesucht werden; nach den Sportferien laufe zudem einfach zu wenig. In den nächsten Tagen will die Skilift AG ihre Zukunft planen.




